Über Karate
23. November 2011
Noch immer im Hinterkopf vieler Leute sind die zum Teil unrealstischen Karate Filme der 70'er Jahre - nicht unbedingt eine Beschreibung dessen, was Karate heute ist. Regiede Trainingsmethoden, wie sie teilweise in der Anfangszeit auch in unseren Breitengraden vollzogen wurden, sind in den letzten Jahren dank einer "internen Gesundheitsreform" gewichen. Übungen wie "Entengang" oder das berühmte "Klappmesser" sind Geschichte. Heute stehen der Spaß an den Techniken und Gesundheitsaspekte an erster Stelle.
Ambitionierte junge Sportler werden es sich natürlich nicht nehmen lassen, sich auf Turnieren auch im Zweikampf (Kumite) zu messen. Sowohl Faust und Mundschutz als auch ein strenges Regelwerk sorgen dafür, dass bleibende Schäden nach einem Kampf ausbleiben.
Beweglichkeit ist selbstverständlich noch immer ein zentrales Anliegen im Kampfsport. Hierfür werden am Anfang einer jeden Trainingseinheit Dehnübungen durchgeführt.
Auch Ausdauer ist natürlich nicht nur bei der kraftvollen Ausführung einer Kata gefragt. Zusätzlich zu den Laufübungen beim Aufwärmen sollte jeder Karateka selbst ein wenig auf seine Kondition achten, beispielsweise durch Radfahren, Schwimmen oder Laufen.
Karate sorgt dafür, dass man auch seinen Grips trainiert. Dazu möchten bis zu 27 Katas im Laufe eines langen Trainingslebens gelernt werden. Eine Kata bezeichnet einen festgelegten Bewegungsablauf unter einem eigenen Namen, so hat beispielsweise die Kata "Kanku Dai" 63 Techniken, deren Abfolge man sich einprägen muss und deren Techniken zudem sauber ausgeführt werden sollen.
Das Thema Gesundheit spielt beim Karate heute eine viel größere Rolle, als es früher der Fall gewesen ist. Dies mag daran liegen, das die Folgen falscher Übungsmethoden den einen oder anderen Sportler zur Aufgabe dieser Sportart gezwungen hat.
Heute gibt es Bundesweit Trainer, die unsere Trainer speziell in Gesundheitsfragen aus- und weiterbilden.








