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Eine kurze Einführung in den japanischen Weg des Schwertziehens

Iaido gehört zu den japanischen Kampfkünsten und wird im allgemeinen als den „Weg des Schwertziehens“ beschrieben. Tatsächlich bedeutet „I“ - „ai“ - „do“ aber „anwesend sein“ - „übereinstimmen“ oder „zusammenkommen“ - „Weg“, also in etwa „Weg der Präsenz“.

Iaido ist eine Koryu, eine „alte Schule“ und läßt sich bis auf Jinsuke Hayashizaki, ca. 1549 – 1621, zurückverfolgen. Dieser soll eine Methode entwickelt haben, mit der es möglich ist, das Ziehen des Schwertes in einer Bewegung mit einem Angriff oder einer Abwehr zu kombinieren. Diese Methode nannte er Batto-jutsu, und das bedeutet „Kunst des Schwertziehens“. Er bezeichnete seinen Stil als „Muso Ryu“, die „unvergleichliche Schule“.

Im frühen 18-ten Jahrhundert paßte Hasegawa Eishin, das 7. Oberhaupt der Schule, die Techniken an das Katana, die zur der Zeit typische Schwertform an. Danach gab es weitere Modifikationen, neben Importen von Techniken aus anderen Schulen war der Einfluss der Etikette des Ogasawara Ryu von Bedeutung. Zwischen 1912 und 1926 enstand der Name „Muso Jikiden Eishin Ryu“, die „unvergleichliche unmittelbare Schule des Eishin“.

Iaido ist Kata, sowohl als Einzelübung als auch mit Partner. Im Muso Jikiden Eishin Ryu gibt es 45 Einzel- und 45 Partnerkata. Die Einzelübung wird typischerweise mit dem Iaito praktiziert, die Partner Kata oder Kumitachi mit dem Holzschwert oder Bokken. Ein Iaito ist ein Trainingsinstrument, das gegenüber dem „richtigen“ Schwert nicht scharf ist und meist auch aus einer Aluminiumlegierung besteht. Ab dem 5. Dan darf die Einzelübung auch mit einem richtigen Schwert trainiert werden.